Einen Preis zu erhalten, ist einerseits etwas sehr öffentliches, anderseits fühlt es sich für den Preisträger sehr persönlich an. Dieses Spannungsfeld zwischen Öffentlichkeit und gefühlter Intimität stellt »Die intime Trophäe« dar. Analogie ist eine Schatztruhe, in der etwas Besonderes aufbewahrt wird. Wenn man die Trophäe aus einiger Entfernung sieht, möchte man sie aus der Nähe betrachten und die Innenseiten erkunden. Die Trophäe spielt mit dem Innen/Außen Verhältnis.
Ein Grundkörper (Quader) sieht aus wie aufgeklappt. Man kann in das Innerste der Trophäe sehen. Aus diesem Inneren glänzt silberfarbenes Aluminium heraus. Außen ist das Aluminium mit einer bronzefarbenen Eloxalschicht überzogen. Die Beschriftung ist auf den Innenseiten angebracht (Siebdruck) und kann nur eingesehen werden, wann man direkt vor der Trophäe steht.
Die Gestaltung einer Tröphäe ist vergleichbar mit Logogestaltung. Es geht augenschainlich um rein formale Aspekte. Technische Funktion, Interface, Nutzerverhalten oder Distribution müssen nicht konzipiert werden. Entscheidend sind Form, Fläche Innen/Außen-Verhältnis Anmutungsqualität oder Storytelling. Es war sehr spannend mit diesem formalen Methoden etwas rein ikonografisches zu gestalten.
Dauer: 10 Tage
Art: Studienprojekt
Kooperationspartner: Stadt Köln